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20 Jahre Winkler: «Gefragt sind digitale Event-Dienstleistungen»

24.10.2016
Vor 20 Jahren von Freunden gegründet, ist Winkler Livecom® mittlerweile der führende Schweizer Eventdienstleister für multimediale Livekommunikation. Serafino Melloni ist seit Beginn dabei. Er blickt zurück auf die Anfangsjahre, verrät Winklers Erfolgsrezept, spricht über digitale Innovationen und das Event der Zukunft.

Serafino, du warst vor 20 Jahren einer der Gründer von Winkler. Wie war das damals?

Angefangen hat das Ganze im Jahr 1996 mit Discos und Partys. Als Jugendliche kauften wir Basic-Equipment und  vermieteten es in den örtlichen Locations in Wohlen und Umgebung. Als ich mich zwischen einem Elektrotechnik-Studium und der Veranstaltungstechnik entscheiden musste, suchte ich mit meinen Kollegen eine passende Lösung, und wir entschieden gemeinsam, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu gründen. Der Name Winkler entstand von unserem Gründungsmitglied Patrick Winkler, der den grössten Anteil beisteuerte.

Wir wechselten dann bald in den Corporate und Exhibition Bereich. Unsere Erlöse haben wir immer reinvestiert, was auch unser enormes Wachstum begründet. Unseren Innovationsdrang haben stets neue Technologien wie Licht- und Ton- bis hin zu Video- und Effekttechnik geprägt. Für ein Messeprojekt in Genf haben wir einst einen brandneuen 50 Zoll Plasma Display, der zu den ersten Plasmas auf dem Markt gehörte, für 20’000 Schweizer Franken (!) gekauft.

Um unsere Wachstumsstrategie auch weiterhin verfolgen zu können, entschieden wir uns dann im Jahr 2006, mit der Messe Schweiz, der heutigen MCH Group, zu kooperieren und wurden Teil der heutigen Live Marketing Solutions.

Heute hat Winkler rund 100 Mitarbeiter und versorgt Events wie das Basel Tattoo oder das Rock The Ring Festival mit der passenden Multimediatechnik.  Wie schafft man es als Firma, über Jahrzehnte erfolgreich zu sein?

Man muss beim Kunden und am Markt präsent sein. Innovativ und mutig sein und darf vor allem keine Angst vor Fehlern haben. Man muss aus der eigenen Komfortzone ausbrechen und seine Grenzen erweitern, nur so kann man seine Unternehmung kontinuierlich weiterentwickeln und verbessern.

Àpropos weiterentwickeln: Du bist Leiter der neuen Abteilung Business Innovation. Dabei geht es darum, die Möglichkeiten der Digitalisierung für die Kunden früh zu integrieren. Was können wir uns darunter vorstellen?

Das Event der Zukunft wird eine Kombination aus analog und digital sein. Wir wollen, ganz einfach formuliert, das Geschäft der Veranstaltungstechnik mit digitalen Lösungen, Content und Informationen via Mobile und statischen Endgeräten ergänzen. Meine Aufgabe ist es herauszufinden, worauf wir unseren Fokus legen müssen. Hat eine Technologie Potenzial oder ist es nur ein Gadget, eine interessante Spielerei? Eventuell entsteht aber auch aus einer einfachen Spielerei eine innovative Event-Lösung.

Einige spruchreife Projekte haben wir momentan im WiFi-Spot-Bereich. Man gelangt an einem Event ohne Download einer App reibungslos ins Internet und erhält im selben Zug Informationen über den Event und Werbeanzeigen. Um die reibungslose Internetverbindung herzustellen, tätigen wir Basisinstallationen, die als Grundstein für die verschiedensten Event-Applikationen dienen, wie beispielweise Livestreaming, Voting oder Präsentationsapplikationen für die After-Event Konsumation.

Was sind die aktuellen Herausforderungen im Bereich Veranstaltungstechnik und wo entwickelt sich die Branche hin?

Es geht darum, im bestehenden Business möglichst prozessoptimiert und effizient zu produzieren, die richtigen Geschäftsfelder innovativ zu bearbeiten, um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben.

Ihren Wandel hat die klassische Veranstaltungstechnik aber hinter sich. Mischpulte wurden digitalisiert, Scheinwerfer mit LEDs bestückt und die Endkomponenten noch kompakter und leistungsfähiger gebaut. Die grossen Veränderungen sind bereits geschehen. Was sich jedoch weiterentwickeln wird, sind die Kommunikation, die Vernetzung und die digitalen Dienstleistungen am Event. Dabei geht es nicht nur um die Applikationen, sondern auch um die Grundausstattung, um dies überhaupt zu ermöglichen. Auf jeden Fall bleibt es in unserer Branche spannend.

Blicken wir nochmal zurück. Wie haben sich die Projekte und die Technik mit den Jahren verändert?

Früher konnte man als Generalist viel erreichen. Die Produkte waren einfach zu bedienen und konnten mit dem nötigen Know-how installiert werden. Heutzutage braucht es Spezialisten, denn die Möglichkeiten wurden durch die Digitalisierung enorm erweitert. Alles wurde komplexer, dadurch aber auch interessanter. 

Was waren deine Highlights in den vergangenen 20 Jahren?

Eines meiner persönlichen Highlights war der Auftrag von Sulzer Medica in Barcelona, unser erstes interdisziplinäres Projekt im Ausland. Dies sprengte unsere Grenzen und öffnete uns komplett neue Türen, da wir aus einem derart grossen Projekt unser technisches wie auch organisatorisches Know-How erweitern konnten. Ein weitere Höhepunkt waren die Olympischen Spiele in Athen im Jahr 2004, wo wir für das Architekturbüro Schmidhuber den technischen Part des Samsung Pavillons realisieren durften. Mein "Schweizer Highlight" war die Eröffnung des PC 21. Das ist ein Jet-Trainer, der eine F/A 18 simuliert. Dessen Eröffnungsveranstaltung schmückten wir mit einer riesigen Lasershow. Zum Dankeschön offerierte uns der Kunde einen Rundflug über die Alpen.

In 20 Jahren erlebt man doch sicher auch so einige kuriose Dinge?

Es gibt immer wieder Überraschungen, das ist in unserem Business alltäglich. Einmal haben Roni Huber, Reto Engler und ich auf der Fahrt zu einem Business Event für IBM in Paris die Tankstelle verpasst. Leider war diese Tankstelle auch die letzte für die nächsten Kilometer. Wir entschieden uns, abseits der Autobahn nach einer weiteren Tankstelle zu suchen. Mitten im Nirgendwo kam das Auto dann zum Stillstand. Zum Glück war eine Bushaltestelle in der Nähe, so dass wir im nächsten Dorf Benzin in Kanistern kaufen konnten. Weil am Abend kein Bus mehr fuhr, chauffierte uns netterweise die Polizei zurück zum Auto. Schlussendlich kamen wir mit einer vierstündigen Verspätung an und hatten beim Feierabendbier eine lustige Geschichte zu erzählen.

 

Bericht

 

by Christoph Spangenberg, MCH Group AG


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